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Geboren am 14. September 1769 und verstorben am 6. Mai 1859, war einer der wohl bedeutendsten Wissenschaftler seiner Zeit und bis heute prägt sein Name die verschiedensten Wissenschaften.
Er war Geologe, Klimatologe, Ökologe, Vulkanologe, Botaniker, Ozeanograph und Mineraloge. Sein Wissen über die Natur, welches er nicht aus Büchern sondern aus eigener Erfahrung gewann, beeindruckte Massen. Goethe gab zum Ausdruck, dass ein Buch zu lesen weniger bildend sei, als diesem Mann eine Stunde lang zuzuhören, für ihn war Alexander von Humboldt der größte reisende Wissenschaftler, der je gelebt hat. Auch Charles Darwin brachte Humboldt nicht minder Bewunderung entgegen. Schon zu seiner Studienzeit begann er zu reisen und andere Länder und Städte zu erkunden, seine erste Reise über Brüssel und England nach Paris beschrieb er als die eindrucksvollsten Tage seines Lebens. Auf seiner größten Reise nach Lateinamerika erforschte er nicht nur das Land aufs Gründlichste, sondern setzte sich auch für die von den Spaniern unterdrückten Einheimischen ein, noch heute wird er dafür verehrt und bewundert. Auf besagter Reise bestimmte er 3600 Arten und entdeckte Isothermen (Linien gleicher Temperatur), welche in der Meteorologie noch heute ein Begriff sind.
Doch waren es nicht seine nur seine Forschungen und Entdeckungen, die ihn zu einem so großartigen Mann machten. Vielmehr seine Offenheit, sein Humanismus, seine Haltung waren es, die sein Bild prägten und heute noch prägen. Er untersuchte nicht nur einzelne Phänomene, sondern beschäftigte sich auch mit den Auswirkungen, was z.B. passiert, wenn der Mensch in die Natur eingreift. Dies machte ihn zum ersten Ökologen. Des Weiteren hielt Humboldt Vorlesungen und sein Talent Wissenschaft für die Leute lebendig zu machen, ließ jene immer wieder zum Erfolg werden. Jeder wollte ihn sehen, von Professoren bis hin zum kleinen Mann.
Sein Ziel war es, erworbene Kenntnisse und Erfahrungen für jeden verständlich dazustellen. Seine Losung "Mit Wissen kommt das Denken und mit dem Denken der Ernst und die Kraft in die Menge", mag dabei sein Wegweiser gewesen sein.
Ruhige und unbewegte Orte waren ihm nicht die liebsten, so gab er dem Ort seiner Kindheit, Schloss Tegel, einem kleinen Paradies, den Namen "Schloss Langweil" und träumte da daraußen schon damals von der Welt. Über den Philosophen Hegel, der so ganz anders war als Humboldt selber, sagte er einmal: "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben."
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