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Besuch im Kernkraftwerk Lubmin
Kern- oder Atomkraftwerke sind Kraftwerke, die die zur Stromerzeugung notwendige Wärme nicht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, sondern durch Kernspaltung gewinnen.
Die Kernspaltung läuft im Kernreaktor ab, der aus Sicherheitsgründen von einem Sicherheitsbehälter und einer Stahlbetonkuppel umgeben ist. Als Kühlmittel verwendet man normales Wasser, das beim üblichen Druckwasserreaktor unter so hohem Druck steht, dass es trotz einer Temperatur von ca. 325 °C im Primärkühlkreis nicht verdampft. Die bei der Kernspaltung freigesetzte Wärme wird von einem Primärkühlsystem aufgenommen und über den Dampferzeuger an einen Sekundärkreislauf abgegeben. Das Wasser im Sekundärkreislauf verdampft, der Dampf treibt die Turbinen an, die die Wärmeenergie in mechanische Energie umwandeln. Im Generator wird die mechanische Energie genutzt, um elektrischen Strom zu erzeugen.
Durch das Wasser werden die bei der Spaltung erzeugten schnellen Neutronen abgebremst, da langsame Neutronen Uran-235 besser spalten können. Die Regelstäbe steuern den Neutronenfluss zusätzlich.
Der Reaktorkern ist umgeben von dem Reaktordruckbehälter, der allen Belastungen durch Druck, Temperatur und Strahlung standhalten soll. Außen schließt sich eine Beton-Abschirmung an, die die Umgebung vor Gamma- und Neutronenstrahlung schützt.
Unsere Tour durch's Kernkraftwerk
Während der Klassenfahrt nach Greifswald besuchten wir das nahe gelegene Kernkraftwerk.
Unser Bus brachte uns pünktlich zum Eingang des Kernkraftwerks. Nach einer kurzen Wartezeit begann dann unser Besuch im KKW Lubmin mit einem Vortrag eines Mitarbeiters. Er versuchte wohl, uns die Geschichte und Funktion zu erklären, was sich bei schlafenden Schülern allerdings recht schwierig gestaltete (die letzte Nacht war dann doch etwas zu kurz geraten). Nach einer kurzen Aufwachpause wurde uns dann schon die erste Attraktion präsentiert, ein Reaktordeckel, ca. 6 m groß, faszinierte uns wegen seines gewaltigen Ausmaßes. Unsere nächste Station sollte uns den Kraftaufwand demonstrieren, den man zum Steuern des Kraftwerks brauchte, denn wir wurden in einen langen Gang mit hunderten Stellrädern geführt.
Nach einer kurzen Wanderung kamen wir in einen kreisförmigen Raum, an dessen Rand mehrere Turbinen angebracht waren; unser Führer erzählte uns, dass die Turbinen an Tschechien verkauft werden sollten und dass dieser Handel merkwürdigerweise von Österreich bezahlt worden wäre. In der Mitte des Raumes stand nun der Höhepunkt des Tages, der Kernreaktor. Uns wurde es sogar ermöglicht diesen zu betreten. Sogar Frau Megow zwängte sich durch diesen kleinen Schacht, um einmal den Reaktor von Innen zu sehen. Nachdem alle den Reaktor strahlend wieder verlassen hatten (er war natürlich nie in Betreib), ging es in einen großen Raum in dem uns die Sicherheit des Kraftwerks noch einmal anhand eines Szenarios verdeutlicht werden sollte. Im letzten Raum der uns gezeigt wurde, stand eine Einspeisanlage. Nachdem wir uns noch ein paar Sicherheitsanzüge und Geräte angesehen hatten, verabschiedeten wir uns und begaben uns wieder auf den Rückweg.
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