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Polis 2007 Drucken
Inhalt
Polis 2007
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Polis allgemein
PW

 

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Politik & Internationale Sicherheit, kurz  POL&IS.  

Wie jedes Jahr fuhren auch 2007 wieder die 12er Leistungskurse der Politikwissenschaften mit Frau Löwa und Herr Schöne zum Planspiel. Ein Bericht.

Erster Tag

Bevor es los ging, hieß es zunächst, sich in Geduld zu üben. Der Busfahrer fand den Weg zur Schule nicht und so verbrachten wir die erste Stunde in freudiger Erwartung auf der Treppe vor der Schule.

 

Schließlich kam der Bus aber doch noch und es konnte endlich losgehen. Nach drei Stunden schlafen, quatschen, lesen oder Musik hören, kamen wir auch schon im südthüringischen Oppurg an. Die Stimmung war erwartungsfroh, da uns statt der auf Klassenfahrten üblichen Jugendherberge ein kleines, aber feines Schloss erwartete. Sogleich wurde auch zum Mittag aufgetafelt, bevor es an die Verteilung der Zimmer ging.  Die Zwei- bis Vierbettzimmer waren weder besonders groß, noch luxuriös, aber sie erfüllten ihren Zweck. Da die meiste Zeit des Tages im Saal verbracht wurde und für den Abend auch noch Aufenthaltsraum mit TV und Sportkeller samt Tischtennis/Kicker zur Verfügung standen, dienten die Zimmer praktisch nur zum Schlafen.

 

Am ersten Nachmittag erfolgte bereits die Einführung in die Simulation und die Aufteilung der verschiedenen Spielgruppen. Dies war wohl der spannendste Moment des Tages, schließlich entschied sich hierbei, ob

Einführung
  Gebanntes Zuhören währen der Einführung

man als Präsident einer Supermacht oder als Wirtschaftsminister eines Armenhauses ins Spiel ging. Vorschnelle Beurteilungen sollten hier jedoch vermieden werden, denn auch in diesem Jahr haben ärmere Länder beachtliche Erfolge erzielt, währen die eine oder andere Wirtschaftsmacht ins trudeln geraten ist. Bis auf den Job der Weltpresse, der freiwillig übernommen werden konnte, wurden alle Positionen verlost, sodass sich mitunter interessante Gruppenzusammenstellungen ergaben. So war dann auch das vermeintliche Losglück oder –pech der Teilnehmer das beherrschende Gesprächsthema des Abends.

 

Bei dem Eröffnungsvortrag der beiden erfahrenen Jugendoffiziere empfiehlt es sich besonders gut aufzupassen. Wer hier nicht die wesentlichen Abläufe des Spiels versteht, dem wird dies auch in den kommen Tagen nicht mehr gelingen. Überfordert wird hierbei jedoch niemand, denn die Spielleiter gehen auf alle Fragen detailliert ein und überdies steht jedem Teilnehmer eine Info-Mappe speziell zu seiner Rolle zur Verfügung.

 

 

Während man gerade noch über die Regeln brütete („Wie war das doch gleich mit dem Wirtschaftsformular?“) ging es auch schon los. Zuerst einmal sollte sich jede Region Gedanken über die grobe Richtung ihrer Politik machen: Wollen wir unsere Wirtschaft ausbauen oder doch lieber in den Umweltschutz investieren? Wollen wir unsere Atomraketen abrüsten oder Truppen an die gegnerische Grenze verlegen? Dies waren nur einige der vielen Frage, die die Regierungen zu entscheiden hatten. Zusätzlich war jedes Land bereits von Anfang an in Verträge und Bündnisse eingebunden, die nicht ohne weiteres gebrochen werden konnten. Jeder Schritt auf einem Gebiet hat zahlreiche Auswirkungen auch auf andere Themenfelder – ganz wie in der richtigen Politik, also.

 

Die Ergebnisse der ersten Beratungsphase wurden anschließend auf der ersten UN-Vollversammlung präsentiert. Nacheinander kamen dabei die Regierungschefs ans Pult und stellen ihre Konzepte vor.

 UN-Volksversammlung
 Die UN-Vollversammlung

Diese Reden vor der versammelten „Weltgemeinschaft“ waren der Höhepunkt eines jeden Polis-Jahres, entschieden sie doch über den weiteren Verlauf der Simulation. Zusätzlich waren  die Ansprachen vor ca. 40 Leuten ein nicht zu unterschätzendes Training fürun Referate im normalen Schulalltag. Gerade am ersten Tag gab es dabei noch jede Menge Lacher, da es kaum jemandem gelungen ist, wirklich fließend und frei zu sprechen. Allerdings gilt auch hier: Übung macht den Meister, und so sollte jeder versuchen, möglichst viele Reden zu halten. Der Trainingseffekt war bereits am nächsten Tage deutlich sichtbar, wo es fast allen gelang eine überzeugende Vorstellung abzugeben.

 

Um 22 Uhr endete dann der erste Tag der Fahrt, wobei auch beim Kickern oder Pokern über die Zukunft der Weltpolitik gefachsimpelt wurde.