Filmkritik „1492 - Die Eroberung des Paradieses“
Regie: Ridley Scott
Hauptrolle: Gerard Depardieu
Originaltitel: „1492:Conquest of Paradise“
Im Film wird Kolumbus' Weg von der Idee der Entdeckung des westlichen Seeweges nach Indien bis zu seinem Tod dargestellt.
Die Szene, wie er vor der spanischen Krone wirbt, bis er das Geld zur Reise bekommt, ist im Film recht kurz und fade gestaltet. Danach beginnt die vom Regisseur Ridley Scott sehr spannend inszenierte Fahrt in die neue Welt. Hier wird von den Problemen des 41-jährigen Kolumbus berichtet, wie seine Männer kurz davor sind zu meutern, da sie nun schon wesentlich länger als berechnet unterwegs sind. Im letzten Augenblick beschwichtigt er sie jedoch mit einer Rede, wobei ihm der drehende Wind als Zeichen zu Gute kommt. Als er etwa einen Monat später endlich Land sieht, sind dennoch viele seiner Männer schon kurz vor dem Tod.
Kolumbus und die Schiffsbesatzungen gehen an Land und treffen dort sofort auf Eingeborene. Diese sind ihnen wohlgesinnt, da sie die Ankömmlinge für Götter halten.
Für diese Szenen wurden wunderschöne Landschaften ausgewählt.
Nun leben die Seeleute mit den Eingeborenen einige Zeit friedlich zusammen, bis Kolumbus beschließt, mit einigen seiner Männer wieder nach Spanien zurück zu fahren. Er will noch mehr Menschen in die neue Welt holen. Einige Männer bleiben zurück. Von der Rückfahrt wird im Film nicht viel erzählt.
Zurück in Spanien heiratet Kolumbus seine Verlobte, richtet Schiffe aus und fährt mit 17 Schiffen und 1.500 Mann Besatzung, Siedlern und Adligen wieder in die neue Welt. Als er mit diesen nach der langen Ozeanüberquerung ankommt, muss er mit Schrecken feststellen, dass die zurückgebliebenen Männer alle von Unbekannten getötet worden sind. Kolumbus beginnt nun eine Kolonie aufzubauen. Da es ihm nicht schnell genug voran geht, verlangt er sogar vom Adel, dass dieser mitarbeitet. Diese Anweisung nimmt der Regisseur als Grundlage für den Beginn eines blutigen Kampfes zwischen Kolumbus und dem Adel, welcher vor allem durch die Figur des Moxica verkörpert wird. In den folgenden Szenen wird Kolumbus als Beschützer der Eingeborenen dargestellt, während Moxica, gespielt von Michael Wincott, einem Eingeborenen die Hand abhackt. Dies bleibt nicht ohne Konsequenzen, am nächsten Morgen sind viele von Kolumbus Männern tot.
Daraus entwickelt sich ein Kampf, bei welchem auf beiden Seiten große Verluste entstehen. Moxica überlebt die Kämpfe zwar, begeht aber danach Selbstmord.
Durch einen mystisch anmutenden Sturm wird alles im Dorf zerstört.
Als die spanische Königin, im Film Sigourney Weaver, von den Kämpfen und Zerstörungen erfährt, setzt sie Kolumbus als Vizekönig der Inseln ab. Er kommt nun in Ketten nach Spanien zurück, wird aber bald wieder ein freier Mann. Nachdem Kolumbus' vierte und letzte Reise nur kurz erwähnt wird, muss er sich auch noch anhören, dass nicht er, sondern Amerigo Vespucci die Anerkennung für die Entdeckung Amerikas bekommt.
Der Film endet mit dem Tod Kolumbus'.
Fazit: Von dem Film bleiben schöne Bilder, eine noch schönere Filmmusik von Vangelis und ein Einblick in die Zeit, in der die großen Entdeckungen stattfanden.
von Paul Wegener 7.4
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