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Da in unserer Klasse ein großes Interesse an dem Holocaust oder besser der „Shoa“ bestand, wollten wir uns etwas mehr Zeit im Geschichtsunterricht nehmen, um noch genauer über die Verbrechen gegen die Juden Bescheid zu wissen. Unserer Meinung nach sind normalerweise viel zu wenig Stunden in der 10. Klasse für das Thema des Holocaust angesetzt. Dazu dachten wir, dass es sinnvoll wäre, einen Zeitzeugen der Verbrechen gegen die Juden in der Zeit des NS-Regimes zu einer Doppelstunde Geschichte einzuladen. Hierzu kannte unsere Klassenlehrerin Frau Müller den Historiker Herrn Dr. Sternberg, dessen genaue Adresse wir bei Fr. Mitzscherling erfuhren. So konnten wir Kontakt mit ihm aufnehmen und einen Termin vereinbaren, an dem er zu uns in die Klasse kommen könnte. Für die Organisation wählten wir 2 Schüler aus der Klasse aus. Sie schickten auch einen Brief an Herrn Dr. Sternberg mit allen Fragen, die vorher im Unterricht zusammengetragen wurden, damit sich Hr. Sternberg im Vorhinein schon auf die Fragen vorbereiten konnte. Nachfolgend sind unsere Fragen aufgelistet:
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Warum entstand der Konflikt gerade zwischen Juden und Deutschen?
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Waren die Täter "ganz normale" Menschen?
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Wie wichtig war die Person Hitler für die Genese des Holocaust?
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Welche Ähnlichkeiten und Unterschiede bestehen zwischen dem traditionellen Antisemitismus und dem NS-Antisemitismus?
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Wer waren die Retter, die versuchten den Holocaust zu stoppen?
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Was waren die Reaktionen der Weltgemeinschaft?
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Wie wurde Holocaust-Opfern bzw. der nachfolgenden Generation geholfen?
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Wurden die Täter indoktriniert oder handelten sie aus Überzeugung?
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Wurden die Täter bestraft? Wie wurden sie bestraft?
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Gibt es heute noch Strafen, wenn Personen den Holocaust billigen oder verharmlosen?
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Haben Sie Angehörige durch den Holocaust verloren?
Am Morgen, an dem Hr. Dr. Sternberg uns dann endlich aufsuchen konnte, holten noch 2 Schüler aus der Klasse einen Blumenstrauß, den wir dann Herrn Sternberg als kleines Dankeschön übergeben wollten. Außerdem bereiteten 2 Schüler einen Kurzvortrag vor, in dem sie nochmal alle wichtigen Ereignisse der Judenverfolgung schilderten. Dieser Vortrag sollte nicht zu lang sein und Herrn Sternberg auch nichts vorwegnehmen. Im Unterricht beantwortete Herr Sternberg dann nacheinander alle Fragen sehr ausführlich und unsere Lehrerin schrieb die wichtigsten Aspekte an der Tafel mit, sodass man diese in seinen Hefter übernehmen konnte. Am Ende überreichten wir den Blumenstrauß und Herr Sternberg betonte, dass er sehr gerne in unsere Klasse gekommen war.
Ich hoffe, dieser Bericht ist eine Anregung für andere Klassen, ebenfalls Herrn Dr. Sternberg einzuladen und mehr über den Shoa zu erfahren. Seine Adresse kann man bei Frau Müller, D. oder Frau Mitzscherling erfahren. Für uns war das Gespräch eine sinnvolle Ergänzung des Unterrichts.
Autor: Oliver Budke, Klasse 10.3
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