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Am Montag, den 14.02.2011 sind wir, die Klasse 9.1 mit unserer
Klassenlehrerin Frau Spröte und unserer Deutschlehrerin Frau Schmidt,
ins Grips-Theater gefahren und haben uns dort das Stück „Eins auf die
Fresse” von Rainer Hachfeld angesehen.
Lest hier, wie uns das Stück gefallen hat.
Am Montag, den 14.02.2011 sind wir, die Klasse 9.1 mit unserer
Klassenlehrerin Frau Spröte und unserer Deutschlehrerin Frau Schmidt,
ins Grips-Theater gefahren und haben uns dort das Stück „Eins auf die
Fresse” von Rainer Hachfeld angesehen.
Das Theaterstück wurde am 12.11.1996 in Berlin uraufgeführt und als beste Aufführung mit dem Friedrich-Luft-Preis ausgezeichnet.
Zum Inhalt:
Klasse 8b einer Berliner Schule: Der Mitschüler Matthias Erbach, genannt
'Matze', hat sich umgebracht. In der Schule herrscht eine Woche danach
noch immer Entsetzen, nagt das schlechte Gewissen an jedem, der 'Matze'
kannte. Ermittlungen setzen ein. In diese Situation kommt ein Neuer in
die Klasse ...
Lest hier, wie uns das Stück gefallen hat.
Theaterrezension von Lucie Thron
„Vielleicht kann Matze uns sehen.”
„Biste bescheuert oder was? Der ist tot.”
Ein weißes Kreuz hängt oben auf der Bühne, darunter steht ein weißer Sarg mit Kränzen und Kerzen. Bis drei Schüler die Kapelle betreten, bleibt das Licht gedämpft.
Es sind Lucky, Lana und Minnie, Schüler einer achten Klasse einer Berliner Schule.
Man kann erst nach einer Weile aus ihrem Dialog entnehmen, dass sich im Sarg vor ihnen ihr ehemaliger Mitschüler Mathias Erbach, genannt Matze, befindet, der sich umgebracht hat.
Das Gespräch klingt seitens der Mädchen bedrückt, geschockt und reuevoll.
Lucky hingegen, von dem man schnell merkt, dass er das Sagen hat, bleibt forsch und beleidigt den Toten noch. Später werden im Stück nach und nach mögliche Beweggründe für den Suizid von Matze aufgedeckt – und das mit Hilfe eines neues Schülers: Sven Sommerland, der in die gespaltene Klasse gesteckt wird.
Sobald man Luckys Vorhaben erkennt, Sven zu demütigen und ihn sich unterwürfig zu machen, bekommt man eine Ahnung davon, warum es mit Matze so weit kam.
Der Autor des modernen Dramas „Eins auf die Fresse”, Rainer Hachfeld, der das Stück 1996 schrieb, stellt den Zuschauer auf die gleiche Stufe wie den Lehrer, Herrn Ratzenauer: Wissensstand gleich null. Dieser hat nämlich keine Missstimmungen in der Klasse wahrgenommen. Auch er erfährt erst nach und nach, was sich zu Matzes Lebzeiten zugetragen hat.
Im Prinzip läuft dieses Dram wie ein Krimi ab: Am Anfang hat man die Leiche und später erfährt man mögliche Motive und Schuldige.
Dieses spannende Theaterstück haben wir, die Klasse 9.1, am 14. Februar 2011 im Gripstheater gesehen. Am Allgemeinen handelt das Stück von Alltagsproblemen unter Jugendlichen, von Gewalt an Schulen und in Familien, von Beziehungen und Freundschaften.
Vierzehn Rollen wurden auf sieben Darsteller verteilt, deren Spiel mit wenigen, aber aussagekräftigen Requisiten unterstützt wurde.
Da das Drama mehrere aktuelle Themen abdeckt, die auf Jugendliche spezialisiert sind, eignet es sich für Lehrer und Eltern, hauptsächlich aber für Jugendgruppen.
„Eins auf die Fresse” ist sehr zu empfehlen, obwohl ich nicht das Gefühl habe, Gewalt sei eine dominante Macht an unserer Schule. Aber die Altersvorgabe (8. Klasse, d.h. 13-14jährige Schülerinnen und Schüler) war für mich nicht passend.
Ich fände die Vorgabe Klasse 9-10 realistischer.
Theaterrezension von Timo Gunsch
Das Theaterstück „Eins auf die Fresse” beginnt mit der Beerdigung von Mathias Erbach.
Zur Trauerzeremonie sind drei seiner ehemaligen Mitschüler gekommen: Lukas Kunewski, genannt „Lucky”, Marie Luise Blohme, genannt „Minni”, und Lana wollen „Matze” die letzte Ehre erweisen. Schnell wird klar, wer welche Rolle in dem modernen Drama einnimmt. Lucky tyrannisiert alle Mitschüler, wie auch den Neuen, Sven Sommerland. Minni erpresst ihre Mitschüler und Lana, die in Matze verliebt war, lässt alles über sich ergehen und wehrt sich nicht.
In 18 Bildern wird der Freitod von Mathias Erbach aufgeklärt und die Taten von Lukas nach und nach aufgedeckt.
„Eins auf die Fresse” wurde 1996 uraufgeführt und und erhielt im selben Jahr den Friedrich-Luft-Preis. Die 15 Personen des Stückes werden von nur 7 Schauspielern gespielt.
Die Musik wurde von Axel Kottmann komponiert und bezieht sich immer auf die Atmosphäre der vorigen Szene.
Das Drama basiert auf Recherchen und Gesprächen mit Jugendlichen, Lehrern und verschiedenen Pädagogen. Es ist vor allem für Schulklassen zu empfehlen, die schon Erfahrung mit dem Thema Gewalt gemacht haben.
Theaterrezension von Duc Le
Jugendliche stehen zusammen auf der Beerdigung von Mathias Erbach, der Suizid begangen hat. Warum tat er dies? Wer war schuld? Wer sind die anderen Jugendlichen?
Die erste Szene wirft erst einmal viele Fragen auf.
Im Drama „Eins auf die Fresse” von Rainer Hachfeld geht es hauptsächlich um die Themen Mobbing und Gewalt in der Schule, aber auch im Elternhaus.
Uraufgeführt wurde das Stück am 12.11.1996 im Grips-Theater in Berlin. Es wurde unter der Regie von Rüdiger Wandel aufgeführt und die 7 Schauspieler haben sich perfekt in ihre Rolle hineinversetzt.
Am Anfang wird man als Zuschauer ins kalte Wasser geworfen, nur eine Beerdigung ist zu sehen. Das ist die Beerdigung von Mathias, am Ende nur noch Matze der Stinker genannt. Schnell wird klar, dass in der Klasse wohl etwas nicht stimmen kann. Dieses Gefühl wird durch Luckys (Robert Neumann) Verhalten noch verstärkt. Dann kommt Sven (Florian Rummel) neu in die Klasse, der sofort von Lucky tyrannisiert wird. Allmählich kommt der Verdacht auf, dass Lucky am Selbstmord von Matze Schuld sein könnte. Aber dann kommen Lana (Jennifer Breitrück) und Sven sich näher und alles ändert sich.
Das Tteaterstück wurde meiner Maeinung nach hervorragend umgesetzt und mit der zeitgerechten Jugendsprache wirkt es sehr authentisch. Das Bühnenbild war ebenfalls sehr gut gestaltet und passte sich immer der jeweiligen Situation an, z.B. das Lehrerzimmer oder der Schulhof. Ich kann das Stück nur weiterempfehlen, da es einen Einblick darin gibt, was an manchen Schulen wirklich passiert und was die möglichen Folgen von Gewalt und Mobbing sein könnten.
Theaterrezension von Carolin Tümmler
Eine kleine Kirche, Glocken, ein Sarg.
Matze, Mathias Erbach, wurde beerdigt.
Drei seiner Klassenkameraden sind bei seiner Beerdigung, doch nicht um zu trauern, sondern um ihn zu beschimpfen und auf seinen Sarg einzuschlagen.
Wie man schon an der ersten Szene und der Sprache der Jugendlichen erkennt, geht es um Gewalt und Mobbing an Schulen und was dieser Druck bei den Betroffenen bewirken kann.
In dem Theaterstück „Eins auf die Fresse” wird von gerade mal sieben Schauspielern äußerst spannend und glaubhaft das Thema Gewalt aufgegriffen. Das am 12.11.1996 im Grips-Theater uraufgeführte Stück zeigt in sehr echt wirkenden Szenen, wie zwanghaft wichtig es für viele Jugendliche ist, „cool” zu sein - und sei es mit Hilfe von Gewalt.
In einer Schlüsselszene befindet sich Lucky (Robert Neumann), der wohl gefährlichste und aggressivste der drei Jugendlichen in seinem Zimmer. Während im Fernsehen ein Boxkampf läuft, „tötet” er ein Kuscheltier und zielt dann mit einer echten Pistole auf einen imaginären Menschen in seinem Spiegel.
Der Regisseur Rüdiger Wandel hat aufgrund von Recherchen und Gesprächen mit Jugendlichen und Lehrern ein sehr realitätsnahes Theaterstück geschaffen, in dem die typische Jugendsprache sowie seelische und körperliche Brutalität sehr passend umgesetzt werden.
Zum langsam einsetzenden Wendepunkt kommt es als der neue Schüler Sven Sommerland (Florian Rummel) in die Klasse kommt. Als er erstaunt fragt: „Was, vor zwei Wochen hat sich Matze umgebracht und ihr macht weiter als wäre nichts passiert?” beginnen Minnie (Katja Hiller) und Lana (Jennifer Breitrück) sich kaum merklich zu verändern.
Die Täter in dem Stück sind jedoch auch Opfer, denn ihre Eltern sind alle viel beschäftigt und hören ihren Kindern kaum zu, wenn diese Probleme haben.
Familiäre Probleme, Gruppenzwang und eine Schule, die die Augen vor der Realität verschließt, bilden die Grundlage für das Stück „Eins auf die Fresse”.
Diese Mischung aus beklemmenden Szenen und theatralischen Sprüchen in Zusammenhang mit diesem aktuellen Thema brachte dem Theaterstück 1996 den Friedrich-Luft-Preis als beste Berliner Aufführung ein.
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