Neues & Archiv
Unsere Schule
Unterricht
Ausflüge & Fahrten
Projekte & AGs
Infos für Grundschüler
Studien- und Berufsinfos
Downloads

spacer
Peter-Paul-Festung Montag, den 20.04.09 Drucken

Nach dem Wochenende der Bekanntmachung war es am Montag dann soweit. Unser erster Schultag an der Goethe-Schule. So trafen wir uns alle pünktlich dort und wurden sofort mit Neugier und Freude der Schüler empfangen. Die Lehrerinnen die dort Deutsch unterrichten, führten uns in die Schule ein und erzählten uns nicht nur viel über ihre Schule, sondern auch über St. Petersburg. Danach war der Schulunterricht für uns geplant. Wir saßen alle zusammen im Physikunterricht und lernten dabei die russische Lernatmosphäre kennen.
Fertig mit dem Schulunterricht begannen wir uns für die geplante Exkursion; Besuch der Peter-Paul-Festung oder Haseninsel genannt, fertig zu machen.  So fuhren wir einige Kilometer mit den herkömmlichen Verkehrsmitteln, die es in St. Petersburg so gibt und machten uns langsam mit der schönen und kulturellen Stadt aber auch mit ihrer Bevölkerung vertraut.

Am Ziel angekommen erwartete uns bereits eine junge Frau, die sich als unsere Touristenführerin herausstellte. Sie führte uns in das Innere der Festung und erzählte uns von der Vielfalt, der Schönheit und Geschichte dieser Insel.
Im Süden der Festung befindet sich die Naryschkin Bastion und um punkt 12 Uhr kann man Kanonenschüsse hören.
Nach dem ohrenbetäubenden Erlebnis ging es weiter in die Peter und Paul Kathedrale. Drinnen befindet sich die Grablege der einst mächtigen Zarenfamilie und so lernten wir auch etwas zu ihren Lebzeiten kennen. Zuletzt besuchten wir noch das Kommandantenhaus, eine Art Gericht für politische Gefangene, die verhört und verurteilt wurden. Somit neigte sich der Besuch dem Ende zu und ein weiterer Tag verging wie im Fluge.
   
von Son

Es war ein schöner Tag. Ich mag die Kälte hier. Als ich heute Morgen etwas früher als gestern aufwachte (ca. 7:30), bemerkte ich positiv überrascht, dass mein Wecker endlich die St. Petersburger Zeit beibehalten hatte, die ich eingestellt hatte. Nach einem wie jeder Mahlzeit zuvor sehr schmackhaften Frühstück forderte mich Slawa, mein Austauschschüler um ca. 8:15 auf, den 20-minütigen Fußweg zur Schule anzutreten und kurz darauf gingen wir los. Die Gruppe traf sich größtenteils im Foyer und ging dann, nachdem eine Lehrerin sie holte, ins 4. Stockwerk, um der
Empfangsrede beizuwohnen. Danach gab es Kekse und Getränke. Da ich gerade etwas Durst hatte und vergessen hatte, Proviant mitzunehmen, trank ich - ich übertrieb wohl etwas - ca. 2,3 l Trinkwasser aus dem Angebot auf einmal. Dann fuhren wir los, um hauptsächlich die berühmte Peter-Paul-Festung mit dem höchsten Gebäude Petersburgs zu besichtigen. Wir mussten oft lange auf den Bus warten, obwohl es hier so viele gibt (öffentliche und private). Lustig finde ich übrigens die Busse mit Stromabnehmern wie bei Straßenbahnen. Auch wenn die Stadt meiner Meinung nach an einigen Stellen etwas verkommen aussieht, ist sie wahrlich die kulturelle Hauptstadt Russlands. Außerdem sind die Straßen sehr breit, die Schilder hängen und - sehr vorteilhaft - an sehr vielen Ampeln sind elektronische Zeitangabetafeln für die Ampelphasen für Fußgänger. Als wir dann ankamen, spürte ich zunehmend, dass ich auf die Toilette musste. Nach dem Besuch der prächtigen Peter-und-Paul-Kathedrale, die voller Gold ist, wurde es dann doch eng. Ich fand zum Glück noch eine Toilette, die allerdings zu meinem Entsetzen nicht kostenlos war (Ich hatte noch kein Geld  umtauschen können ...). Doch eine freundliche Lehrerin gab mir freundlicherweise ausreichend Geld. Dann gingen wir zu einem Platz, von dem aus eine kleine bis mittelgroße Kanone um Punkt 12:00 Ortszeit einen Schuss abgeben sollte. Wir kamen wenige Zeit vorher an. Meine Uhr ging nicht genau und ich hatte nie zuvor einen Kanonenschuss von ähnlicher Nähe aus erlebt, wenn überhaupt, und stellte ihn mir ähnlich wie im Film vor. Wir warteten also und auf einmal hörte ich kurz  ein regelmäßiges Piepen, von dem ich nicht wusste, woher es kam und was es bedeutete. Dann war es wieder still. „WUMM“ machte es plötzlich, der Boden erzitterte und man sah einen Funkenkranz um das Ende des Abschussrohrs aufblitzen. Das hatte ich nicht erwartet. Sehr beeindruckend. Dann besichtigten wir das Gefängnis für politische Gegner, welches gar nicht so grausam ist, wie ich es mir vorgestellt
hatte. Niemand war je aus dem Gefängnis geflohen, ein weiterer Beweis für die Effektivität von Gefängnisinseln, finde ich. Durch das Problem, den richtigen Bus zu bekommen, kamen wir etwas zu spät zurück. Heute Nachmittag bzw. Abend war ich das erste Mal mit unserer Hündin „Ada“ und Slawa spazieren. Wir gingen auf einen großen freien Platz, wo wir auch andere Hunde samt Besitzern trafen und zusammen spielten, wobei ich besonders gerne einem kleinen gefleckten Windhund  den Ball abzujagen versuchte. So spielten wir, bis es dunkel und ich etwas erschöpft
war, und gingen nach Hause, wo ich mich fertig machen und ewig versuchen werde, einzuschlafen.

von Florian